Seit 1965 haben weltweit über eine Million Teilnehmer an einer EF Sprachreise oder einem EF Kulturaustausch teilgenommen. Aus dem "Projekt EF", welches mit einer Schülersprachreise nach Südengland startete, ist inzwischen die weltgrößte private Sprachreisen- und Austauschorganisation geworden, die in mehr als 50 Ländern der Welt vertreten ist. Erfahrung und Internationalität sind zwei der Argumente, warum sich Jahr für Jahr Teilnehmer dazu entscheiden, mit EF ins Ausland zu reisen.
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Viel Spaß beim Lesen!
Ihr EF Team

“Das beste Jahr Deines Lebens” soll es werden, haben sie behauptet. “Niemals!”, dachte ich, “Wie kann es das beste Jahr meines Lebens werden, wenn ich hunderte von Meilen von den Personen entfernt bin, die ich liebe und brauche?” Aber wie sagt man so schön: Man soll keine Vorurteile haben über Sachen, die man nicht kennt.
Als ich im Dezember 2007 meine Entscheidung getroffen habe, ins Ausland zu gehen, war mir noch nicht bewusst, was alles in den 10 Monaten in einem fremden Land auf mich zukommen wird und wie sehr es mein ganzes Leben komplett verändern wird.
Von da an ging alles sehr schnell:
- Januar 2008:
Infoveranstaltung, an der ich meine Bewerbung eingereicht habe. Dort wurde mir gesagt, dass mir eine richtige Anmeldung
in der nächsten Woche zugeschickt wird.
- Eine Woche später (Ende Januar):
Ein großer Umschlag von EF lag in meinem Briefkasten. Ohne dem Geschriebenen irgendwie Aufmerksamkeit zu
schenken, lese ich ihn mir durch. Es hat einige Momente gedauert, bis ich realisiert habe, was darin stand: “Wir freuen uns
sehr, Dir mitteilen zu können, dass du einen Austauschplatz für England 2008/2009 hast.”
WAAAAAAASSS??
- März 2008:
Die Unterlagen zu meiner Gastfamilie kamen.
- März-August 2008:
Die Zeit verging viel zu schnell, um die restlichen Monate mit Freunden und Familie noch zu genießen.
- 23. August 2008, 16.40 Uhr:
Abflug nach Großbritannien
Die ersten Tage und auch noch die ersten Wochen waren sehr ungewohnt, einsam, fremd und traurig. Es gibt Augenblicke, in denen man erst merkt, wie lieb man jemanden hat. Ich habe mich auch sehr oft gefragt, warum ich eigentlich hier bin und 10 Monate ohne meine Familie leben wollte. Heute weiß ich die Antwort auf diese oft gestellte Frage! Alles, was ich zwischen August 2008 und Juni 2009 erlebt habe, wird mich mein ganzes Leben lang begleiten und ich werde diese Zeit NIE vergessen! Ich weiß, dass ich viel selbstständiger, erwachsener und auch viel klüger in meinen Entscheidungen bin als zuvor. Ich bin für ALLES dankbar, was mir in diesen 10 Monaten passiert ist. All dies hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich jetzt bin: Ich weiß heute, ich kann alles schaffen, was ich mir vornehme. Früher hätte ich so etwas nie zu sagen gewagt …
Die Schule war anfangs ein Knackpunkt, nicht wegen der Sprache, denn ich habe zu 95% alles verstanden, sondern wegen der Leute dort. Ich und die 3 anderen Austauschschülerinnen hatten einige Schwierigkeiten, Anschluss und Freunde zu finden. Aber da wir 4 neue Girls in einer fremden Umgebung waren, wurde alles viel leichter und man wusste genau, wie die anderen sich fühlten. Wir konnten über alles reden und wussten, dass die andere weiß, wie es einem selbst ergeht. Denn kein anderer kann jemals diese Gefühlsachterbahn nachempfinden. Nach einer Weile jedoch, habe ich es geschafft und meine Zeit von da an nur noch genossen. Ich wusste, dass es eine “once in a lifetime opportunity” war. Ich bin durch Höhen und Tiefen gegangen und es ist eingetroffen, was jeder vor meinem Abflug gesagt hat: “Die Zeit wird schneller vergehen, als du denkst!”
Zum krönenden Abschluss hatten wir im Juni 2009 unseren Ball, der bis dato mein erster war. Es war schön, diesen Moment mit meinen neu gewonnenen Freunden zu teilen. Durch diese positiven Erfahrungen, die ich in den 10 Monaten gemacht habe, habe ich beschlossen, noch ein Jahr in England zu bleiben. Ja, ich habe verlängert und mache 2010 mein Abi. Und vielleicht kann ich hier sogar studieren. Ich habe übrigens immer noch Kontakt mit meiner Gastfamilie und besuche sie auch regelmäßig.
Ich danke allen vielmals, die mir dieses tolle Jahr ermöglicht haben!